Das Genesungsheim Kalksburg unter der Leitung von Kornelius Kryspin-Exner

1969

Nach dem Tod von Univ.-Prof. Dr. Hans Hoff übernimmt sein Mitarbeiter, Univ.-Prof. Dr. Kornelius Kryspin-Exner, die Leitung des Genesungsheims Kalksburg.

Eine kleine Frauenabteilung mit 6 Betten wird in Betrieb genommen. Das Gelände wird durch Ankauf des Nachbargrundstückes erweitert.

1971

Im Rahmen einer Festveranstaltung wird am 16. Jänner das 10-jährige Bestehen des Instituts gefeiert. Bundespräsident Franz Jonas nimmt an den Feierlichkeiten teil. Zuvor werden durch ihn insgesamt 11 Angestellte des Genesungsheims Kalksburg mit Medaillen für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet.

Als sichtbareren Ausdruck der Forschungsarbeit des Genesungsheim Kalksburg wird unter der Leitung von Univ.- Prof.Dr. Kryspin-Exner in den Räumlichkeiten des Instituts eine Forschungsstelle der Ludwig Boltzmann Gesellschaft eingerichtet.

1972

Die Ludwig Boltzmann Gesellschaft wird zum Ludwig Boltzmann Institut für Suchtforschung erweitert. Univ.-Doz. Dr. Alfred Springer übernimmt die Leitung. Ihm zur Seite stehen drei wissenschaftliche Mitarbeiter aus den sozialwissenschaftlichen Disziplinen, da das Institut interdisziplinär orientiert ist. Hauptanliegen ist die wissenschaftliche Untersuchung sozial relevanter Fragestellungen auf dem Gebiet der Suchtproblematik.

Die erste Langzeittherapiestation für Drogenabhängige wird in der Breitenfurter Straße 517 mit 15 Betten eröffnet. Die Bettenkapazität beträgt nun 129 Betten.

1973

Prim. Dr. Rudolf Mader übernimmt die stellvertretende Leitung des Genesungsheims Kalksburg. In seiner Funktion setzt er umfangreiche Neuorganisationen des Instituts um. Durch großzügige finanzielle Unterstützungen des Bundesministeriums für Gesundheit und Umweltschutz entstehen innerhalb kürzester Zeit neue Einrichtungen wie beispielsweise ein medizinisches Labor und Intensivstationen auf den einzelnen Abteilungen. Des Weiteren werden das psychologische Labor und die EEG-Station ausgebaut.

Im November 1973 findet das Symposium „Die Rolle der öffentlichen psychiatrischen Krankenhäuser in einem Versorgungssystem für Suchtkranke“ statt. Veranstalter ist das Genesungsheim Kalksburg.

1974

Im von der Stiftung angekauften Gasthof „Klausenhof“ am Kalksburger Kirchenplatz wird innerhalb weniger Monate eine eigene Frauenstation mit 30 Betten errichtet. Bislang wurden Frauen nur vereinzelt auf den Männerstationen aufgenommen. Die Bettenkapazität steigt auf 159 Betten an.


Umbenennung in Anton Proksch-Institut

1975

Am 29. April verstirbt Anton Proksch. Ihm zu Ehren erfolgt die Umbenennung des Genesungsheims Kalksburg in Anton Proksch Institut. Prim.a Dr.in Ingrid Leodolter, Bundesministerin für Gesundheit und Umweltschutz, wird Präsidentin der Stiftung.