Das Genesungsheim Kalksburg unter der Leitung von Hans Hoff

1961

Am 17. Jänner wird das Genesungsheim mit 65 Betten für Männer in Betrieb genommen. Univ.-Prof. Dr. Kryspin–Exner wird von Univ.-Prof. Dr. Hoff mit den Führungsaufgaben betraut. Das erste Team besteht aus 19 MitarbeiterInnen, unter anderem zwei Ärzten und vier Krankenschwestern.

Am 20. März nimmt das Direktionskomitee, bestehend aus Univ.- Prof. Dr. Hans Hoff als Vorsitzendem, Justizminister Dr. Christian Broda und Hofrat Dr. Johann Neubauer, seine Tätigkeit auf. Die Aufgabe des Komitees besteht darin, die laufenden wirtschaftlichen, administrativen und medizinischen Angelegenheiten zu betreuen. Die offizielle Eröffnung findet am 5. Mai durch Bundespräsident Dr. Adolf Schärf statt.

Mit Schenkungsvertrag vom 22. November wird das Gebäude der Stiftung „Genesungsheim Kalksburg“ von der PVA übertragen.

1962

Am 15. Oktober wird das Grundstück in der Gräfin-Zichy-Straße 6 angekauft. Die Gesamtgrundfläche des Genesungsheims erweitert sich somit auf 14.967m². Durch den Ankauf entstehen neue Möglichkeiten. Im Rahmen der Arbeitstherapie wird das Grundstück neu gestaltet.

1963

In den Therapieräumen des Genesungsheims wird die erste anstaltseigene Ambulanz zur Nachbetreuung gegründet.

1964

Das Grundstück Mackgasse 9 wird angekauft. Somit vergrößert sich die Fläche des Genesungsheims auf 18.190m².

1965

Eine Beratungsstelle des Psychohygienischen Dienstes des Gesundheitsamtes der Stadt Wien wird eröffnet. Diese wird von einem Arzt des Genesungsheims Kalksburg medizinisch geleitet. Fast zwei Drittel der betreuten Patienten waren vorher in stationärer Behandlung im Genesungsheim Kalksburg.

1966

Eine Beratungsstelle des Sozialmedizinischen Beratungsdienstes der Caritas wird eröffnet. Diese wird von einem Arzt des Genesungsheim Kalksburg medizinisch geleitet.

1967

Die Errichtung des Neubaus, der von Bundespräsident Franz Jonas feierlich eröffnet wird, erlaubt die Erweiterung der Bettenkapazität auf 110 Betten.

Das Rehabilitationsprogramm wird durch die Errichtung von Werkstätten, wie Tischlerei, Schlosserei, Malerei sowie die Schaffung von Freizeitmöglichkeiten in Form von Minigolf, Kegelbahn, Swimmingpool, Sauna und Tennisplatz ausgeweitet.

1968

Ein psychologisches Labor und eine EEG Station werden eingerichtet und ein Dokumentationszentrum aufgebaut.

 

Das Grundstück in der Breitenfurter Straße 517 wird erworben und zu einem Wohnheim (Nachspital) für acht Patienten nach der

Entlassung umgebaut.

Eine EDV–unterstützte Archivierung der Krankengeschichten wird in Zusammenarbeit mit dem Institut für medizinische Computerwissenschaften eingeführt. In den vom Genesungsheim Kalksburg entwickelten Dokumentationsbögen können mehr als 700 Items erfasst werden.

Das Institut wird um 6 Betten erweitert. Die Bettenkapazität beträgt nun 116.

Erstmals erfolgt auch die Aufnahme von Frauen, allerdings noch ohne gesonderte Unterbringungsmöglichkeiten.

Das Ambulatorium Wiedner Hauptstraße wird eröffnet.